Logenverein "Vesta zum heiligen Feuer" i.O. Leipzig
Als Loge gegr.: 1906, aufgelöst: 1934, als Verein wieder erweckt: 1998
In der Wieder- und Neugründungsphase der Freimaurerei in den Neuen Bundesländern ab 1990, wurden auch verschollen geglaubte Dokumente gefunden, die über die Epochen des Verbots in der Nazizeit und der Nichtduldung in der DDR-Zeit hinweg gerettet werden konnten.
Dem Br. Hanjo Wolf ist die Auffindung und Bewahrung der ehemaligen Leipziger Loge "Vesta zum heiligen Feuer" zu danken. Stiftungsurkunde mit Erläuterung
Da in Leipzig nach 1990 sich mehrere Logen wieder bzw. neu gegründet hatten, wäre eine Wiedergründung der "Vesta" ( in "Konkurrenz" zu den anderen ) nicht sinnvoll gewesen.
Um das Andenken an die "Vesta" nicht verloren gehen zu lassen gründeten mehrere Brüder Meister der Loge Minerva zu den drei Palmen i.O. Leipzig
im Jahre 1998 diesen Verein.
Vereinsvorsitzender ist Br. Hans-Joachim Wolf
Die Mitgliedschaft wechselte im Laufe der Jahre etwas. Seit 2006 (zum Hundertjährigen) sind auch einige Brüder der Loge Apollo i.O. Leipzig Mitglieder des Vereins.
Treffpunkt des Vereins ist das Kesselhaus in der Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig.
Für Versammlungen und Vorträge steht uns der kleine Saal in der ersten Etage zur Verfügung. Trifft man sich im kleinen Kreis, so sitzen wir manchmal auch unten.
Bild eines Bürgers, der die Bedeutung Leipzigs mit gestaltet hat (hängt im Kesselhaus)
Im Kesselhaus treffen sich regelmäßig einige Brüder:
mal oben, mal unten (s.o.)
Termine ( z.Z. geplant ): 23.4.09 und 7.5.09 und 4.6.09 und 18.06.09 ( öffentlicher Vortrag ), jeweils 19.00 Uhr.
Wer interessiert an einem Gespräch ist, sollte einfach kommen und sich beim Personal nach uns erkundigen.
Brüderlich verbunden seit der Gründung des Vereins sind auch die Autoren des Buches
Leipzig und die Freimaurer u.a. G.M.Hempel.
Zur Buchmesse März 2009 erscheint im gleichen
Verlag ein Buch über die Leipziger Loge
Apollo, mit der "Vesta" traditionell verbunden war:
Die Freimaurerloge Apollo i.O. Leipzig neuer Auftritt von Apollo
Bruder G.M.Hempel setzt sich auch engagiert mit anderen Autoren zu freimaurerischen Themen auseinander. Im Salier Verlag erschien ein Buch des Autors A.Süß: "Leipziger Freimaurer in Wort und Stein".
Auf Lehmanns Webseite meldete er sich zu Wort. Hier sind seine Gedanken:
Süß, Alexander Leipziger Freimaurer in Wort und SteinDer Einfluss der Logen auf das Völkerschlachtdenkmal und die Verlagsstadt2009. 160 S. m. zahlr. Abb. 19,5 cm Salier Verlag3-939611-44-1ISBN-13: 9783939611448
Lesermeinungen zu diesem Buch.
Von Dr. Guenter M. Hempel: "BUCHLOGE IN KATAKOMBEN"
WORTMELDUNG zur Veranstaltung LEIPZIGER MOMENTE am 12.01.2010 mit Buchautor Alexander Süß in Lehmanns Buchhandlung Leipzig .
1. Der Untertitel "Der Einfluss der Logen auf das Völkerschlachtdenkmal und die Verlagsstadt" ist mit einem einzigen Wort zu beantworten: OHNE.
Zur Ehre der Leipziger Logen kann im Besonderen attestiert werden, dass sie zu keinem Zeitpunkt weder auf das Völkerschlachtdenkmal noch auf die Verlagsstadt irgendwelchen Einfluss genommen haben. Ungeachtet dessen wird vom Autor mit dieser Titelaussage genau der entgegen gesetzte Sachverhalt postuliert. Generationen von Freimaurern haben sich immer wieder gegen die gezielte Unterstellung der Beeinflussung profanen Lebens durch die Logen verwahrt. Umso verwunderlicher ist es, diese absurde These nun in einer freimaurerischen Publikation des Salier Verlages von einem Freimaurer getitelt zu finden.
2. Laut "Introductio" ist die Publikation der "Buchloge" (minerva-zu-den-drei-palmen.de) gewidmet, einer "Tempelarbeit in den Katakomben des [Völkerschlacht-]Denkmals", die seit 2008 anlässlich der Leipziger Buchmesse gehalten wird. Die Schrift ist insofern als Legitimierung dieser "ungewöhnlichen Veranstaltung" konzipiert. Die Deutung des Begriffs "Buchloge" bleibt der Autor dem Leser schuldig. Er lässt die Frage offen, was nach freimaurerischem Brauchtum und Ritualistik eine "Buchloge" darstellt bzw. bedeutet. Damit eröffnet er beliebigen Spekulationen freien Raum.
3. Der Autor greift auf den von Erich Loest (Völkerschlachtdenkmal, 1984) lancierten Katakomben-Gag zurück. Das Völkerschlachtdenkmal verfügt sicher über eine beeindruckende Substruktion, ganz gewiss jedoch nicht über Katakomben. Der geneigte Leser fragt sich an dieser Stelle, was heutige Freimaurer wohl bewegen mag, hinab zu steigen zu einer "Tempelarbeit" in die tiefe Finsternis des Denkmal-Unterbaus, zur unterirdischen Arbeit in literarischen Pseudokatakomben. Im klarsten Licht der Leipziger Buchmesse bleibt dieses dunkle Beginnen ein freimaurerisches Geheimnis.
4. Die absonderliche Vermutung Tempel taucht bei Affeldt/Heinrich auf (Das Völkerschlachtdenkmal gibt sein Geheimnis preis, 1993). Eine Zweckkonstruktion, von der sich die Freimaurer bislang aus gutem Grunde abgegrenzt haben. Die Bruderschaft des Jahres 1913, und zwar sämtliche Großlogen Deutschlands, haben nicht zufällig von jeglicher freimaurerischer Arbeit im Denkmal Abstand genommen. Mit dem Begriff "Tempelarbeit" wird das Denkmal jedoch verbal zum Tempel umfunktioniert. Das Völkerschlachtdenkmal ist aber ein schlichter Profanbau und in keinem Falle ein Tempel. Der verunsicherte Leser fragt sich angesichts des Ereignisses, ob eine Tempelweihe vielleicht nicht doch zelebriert worden sei.
5. Auf Seite 84 wird das Völkerschlachtdenkmal als "deutsches Nationaldenkmal" charakterisiert. Genau das ist es eben nicht, wie allein der Begriff Völkerschlachtdenkmal im Verbund mit den drei Denkmalinschriften eindeutig belegt. Mit dieser fatalen Fehlinterpretation wird parallel auch der von Freimaurer Carl Ferdinand von Mueffling am 19.10.1813 geprägte Ursprungsbegriff Völkerschlacht ignoriert. Details hierzu bei Förster/Hempel (Leipzig und die Freimaurer, 2008). Letztlich kann sich der Leser des Eindrucks nicht erwehren, dass dem Autor der freimaurerische Zugang zu diesem Gegenstand der Untersuchung verschlossen geblieben ist.
F a z i t: Der Autor, Herr Alexander Süß legt Wert darauf, sich dem Leser als "Mitglied der Leipziger Freimaurerloge Loge Minerva zu den drei Palmen" vorzustellen (lehmanns.de). Anhand der nur fragmentarischen Auswahl wird deutlich, dass die Publikation beliebte Clichés über Freimaurerei zu bedienen geeignet ist, gegen die die Bruderschaft seit ihrer Entstehung anzutreten hatte. Ein Novum ist allerdings, dass ein ausgewiesener Freimaurer aus einer der traditionsreichsten Logen in Deutschland diesem Abklatsch frischen Aufwind bietet. Damit beantwortet sich im Vorfeld des Leipziger Doppeljubiläums von 2013 die Frage nach dem freimaurerischen Erkenntnisgewinn der Publikation.
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Wer sich die Wortmeldung, bzw. weitere Meinungen dazu, direkt bei Lehmanns ansehen möchte kann folgendes machen:
1. www.lehmanns.de
2. links Leipzig auswählen
3. bei Schnellsuche den Titel eingeben "Leipziger Freimaurer in Wort und Stein"
4. in der Mitte den Menüpunkt "Lesermeinungen ..." anklicken.
Wird aktuelles gemailt, so sieht mans in Aktuelles u.a. G.M.Hempel.
Vesta, weiblicher Vorname nach der römischen Göttin des Herdfeuers und der Häuslichkeit.
In ihrem Rundtempel auf dem Forum Romanum brannte das heilige Feuer des Staatsherdes,
den die Vestalinnen bewahrten.
Von den vielen tausend Internetlinks zu "Vesta" hier eine Variante: